Herzenswärme

Die Geschichte einer Krankenschwester

Entspannung München-Jana Möller

Es wird draußen kälter und kälter…und es liegt nicht nur an den Temperaturen. 
Es ist schon nicht zu fassen, dass Dinge, die einst mal normal waren, nun nicht mehr erlaubt sind. Wie sehr vermisse ich unsere Tanzparties… die Musik, die Menschen, das Feeling. Wie sehr vermisse ich das Reisen, was immer für einen äußeren Perspektivwechsel gesorgt hat- und das so manchmal Träume zur Wirklichkeit werden ließ.
Ich vermisse die Gesichter der Menschen- ja sogar die grimmigen. Wenigstens hat man gesehen, wie es ihnen geht. Nun verschwindet alles hinter einer Fassade…

Ich war sechs Jahre alt, als ich mich dazu entschlossen habe Krankenschwester zu werden. Ich wollte etwas für die Menschen tun, ihnen dazu verhelfen wieder gesund zu werden. Ihnen mit kleinen Hilfestellungen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern…sie zu motivieren sich noch nicht aufzugeben, ihnen Kraft geben, um wieder auf die Bein zu kommen.
Daher ist es kein Wunder, dass ich dann ganz entschlossen die Ausbildung machte. Schon damals sagte mir eine Praxisanleiterin:“Jana, das ist nicht der richtige Beruf für dich, du bist viel zu emotional.“
Da dachte ich mir schon: „Ja, das bin ich und gerade in diesem Beruf ist das so wertvoll und nötig.“

Wie mich das Gesundheitssystem (ent)täuschte…

Und dann nach vielen Jahren der wirklich Begeisterung für diesen Beruf zerbröckelte so langsam meine Illusion. Ich bekam mit, dass Patienten oft nicht als Menschen betrachtet wurden, sondern als Ausschlachtmaschinen. Ich wurde mit Lügen, Intrigen, Aktenfälschungen und vielen sinnlosen OP´s konfrontiert, nur um Profit aus den Krankheiten zu erzielen. Es wurde am Personal und an qualitativen Materialien gespart. Viele engagierte und großartige  Kollegen verloren ebenfalls die Hoffnung, das unter solchen Zuständen eine ausreichende Versorgung stattfinden konnte.
Unter einem Gesundheitssystem hatte ich mir etwas anderes vorgestellt.

Gleichgewicht Gesundheit

Prävention für die Gesundheit

Ich machte mich auf die Suche nach anderen Möglichkeiten, um anderen auf dem Weg zum Gesund-Sein-Bleiben und Werden zu unterstützen. Und ich kann Sie beruhigen, es gibt sie noch- die Herzensmenschen, die mit der gleichen Motivation ihrer Lebensaufgabe nachgehen.
Ich hatte mich dazu entschlossen präventiv mitzuwirken.
Den Menschen zu begegnen, denen die Gesundheit schon wichtig ist, wenn man sie noch hat. Die bereit sind, in sie zu investieren und etwas für sie zu tun. Sie mit verschiedenen Möglichkeiten einer gesunden Lebensweise zu fördern. Und interessanterweise begegneten mir diese Menschen nicht nur als Fremde, sondern daraus wurden Freunde.

Gesundheit ist nicht nur die Abwesenheit von Krankheit

Laut Definition der Weltgesundheitsorganisation ist Gesundheit:
„Ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen.

Was sind die menschlichen Bedürfnisse, dass wir uns wohlfühlen?

Laut Maslow haben wir diese Bedürfnisse:

 

Geht es uns noch gut?

Wenn man die derzeitigen Maßnahmen anschaut, ist es wirklich erschreckend, was uns noch bleibt. 
Natürlich gibt es immer Gewinner in so einer Situation, doch vielen ist die Selbstverwirklichung nicht mehr möglich. Die soziale Komponente wird massiv eingeschränkt. Weniger Kommunikation, weniger Beziehungen, weniger Familienzusammenhalt. Sogar die Kranken in Krankenhäusern werden öfter allein gelassen, was doch so wichtig für die Genesung ist.  Man hat Patienten allein sterben lassen, wo es nicht hätte sein müssen.

Ich habe in keinem anderen Jahr meines Lebens so extrem feststellen müssen, dass es die sogenannte Sicherheit nicht gibt. Man hat klar ein Bedürfnis danach, sie dient als Stützpfeiler und es ist schön, wenn man weiß, dass man sich auf etwas oder jemanden verlassen kann.
Doch noch nie wurde in meinen Augen dieses Wort so missbraucht wie heute.
Keine zuverlässigen Rechte, keine zuverlässigen Aussagen. Jede Woche etwas anderes. Nichts ist mehr planbar.
Soviel Menschen, die ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen konnten- weil normale Dinge plötzlich als gefährlich eingestuft wurden. Also auch pfutsch die finanzielle Sicherheit.
Naja und die Individualbedürfnisse, sind eben individuell. Klar gibt es da auch den Ein oder Anderen, der seine Aufgabe in diesem Krankheitssystem entdeckt hat.

Können wir unseren Grundbedürfnissen noch nachgehen?

Ok, also Hobbies und Freizeitaktivitäten weg…

Von Freunden und Familie isoliert…

Arbeit weg…

Das Atmen meinte man, sei das Normalste von der Welt. Jetzt scheinbar nicht mehr.

Lebensmittelgeschäfte sollen wohl das Einzige sein, was uns noch bleibt.

Also essen und trinken ist uns noch erlaubt. Doch wer spürt nicht auch da massive Veränderungen? In die Eine wie auch in die Andere Richtung. Die Einen stopfen aus Frust alles in sich hinein, weil der Genuss vom Essen das Einzige ist, was noch irgendwie Spaß macht. Den Anderen ist der Appetit vergangen.
Noch dazu wird uns noch ständig weisgemacht, dass wir hier alles sterben wie die Fliegen. Also mit Todesangst gefüttert. Permanent.
Wer kann bei den ganzen Einschränkungen und Unsicherheiten noch ruhig schlafen?

Wie Stress die Gesundheit gefährdet

Im Grunde werden wir in einen Dauerstress-Zustand versetzt. Was chronischer Stress für Auswirkungen hat, habe ich bereits an einer anderen Stelle geschrieben.

kuscheln entspannt

Was können wir unter solchen Umständen noch für unser Gesundheit tun?

– Kuscheln und darüber hinaus
– für gesundes Essen sorgen
– ausreichend Trinken
– Genussmomente zelebrieren
– Bewegung einbinden, wo es geht
– versuchen ausreichend Schlaf zu bekommen
– für Lachmomente sorgen und sei es mit einer Komödie oder einem lustigen Buch
-für seine sozialen Kontakte sorgen
– frische Luft
 Und vor allem einen gesunden Optimismus bewahren und die Hoffnung nicht aufgeben!

Steh zu deiner Meinung!

Ich selbst habe mich schon vor längerer Zeit gegen die klassischen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt entschieden. Ich betreibe lieber Selbstfürsorge und habe ein sensibles Körpergefühl entwickelt. Jede unwohle Veränderung nehme ich wahr und nehme mir dann Zeit für mich.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft und starke Nerven!
Ihre Jana

Von Herzen…